Weiterbildungsmöglichkeiten

Die aufgezeigte Vielfalt und Komplexität der Berufsinhalte und ständig neue medizinische Erkenntnisse machen es notwendig, dass nach der Ausbildung das erworbene Wissen laufend aktualisiert werden muss und zwangsläufig eine Spezialisierung in einen oder mehreren Bereichen erfolgt. Die Ausbildung kann nur Basisqualifikationen weitergeben, auf denen die Ergotherapeuten nach bestandenem staatlichem Examen ihre weiteren Bildungsstufen aufbauen. Die einschlägigen Arten von Fortbildung sichern den Erhalt der Kompetenzen, vertiefen sie und führen ggf. zur spezialisierten Qualifikation.

 

Zitat DVE: „Die Ergotherapie befindet sich in einem kontinuierlichen Veränderungsprozess, weshalb es wichtig ist, das eigene Wissen und die individuellen Kenntnisse regelmäßig aufzufrischen und zu erweitern. Eine qualitativ hochwertige Therapie durchzuführen ist aber nicht nur ein persönliches, sondern auch ein berufsständisches Ziel. Auch der Gesetzgeber hat mit seiner Fortbildungsverpflichtung (§ 125 Abs. 2 SGB V) die Wichtigkeit von Fortbildungen für Therapeuten herausgestellt.

 

So gibt es u. a. staatlich anerkannte Weiterbildungen in den einzelnen Bundesländern, die Weiterbildungen zum Affolter-Therapeuten, zum Bobath-Therapeuten, um nur ein paar der vielen Möglichkeiten zu nennen.

 

Ebenso stellen auch viele Hochschulen im In- und Ausland Weiterbildungsangebote, die sich über den dort zu erwerbenden Bachelorgrad bis hin zu 2-jährigen Studiengängen mit Master-Abschluss erstrecken. Die ersten Professoren sind berufen.

 

Eine Übersicht im Weiterbildungsbereich bieten der Bildungsplan des Deutschen Verbandes der Ergotherapeuten e.V. (DVE) und die Datenbank der Bundesanstalt für Arbeit.

 

Darüber hinaus gibt es seit 2012 einen Kooperationsvertrag mit der Dualen Hochschule Baden-Württemberg Heidenheim, wodurch unsere Schüler zusammen mit Auszubildenden der Physiotherapie- und Gesundheits- und Krankenpflegeschule die Möglichkeit erhalten, berufsbegleitend den akademischen Grad „Bachelor of Arts“ zu erwerben. Ab dem 2. Ausbildungsjahr greifen Berufsfachschul- und Hochschulausbildung für diese Auszubildende ineinander. Es kombiniert grundständige Studieninhalte, die für alle drei Berufsgruppen gleichermaßen relevant sind, mit berufsspezifisch vertiefenden Modulen. Einmalig ist bislang in der BRD, dass diese Auszubildenden während ihres Studiums eine Ausbildungsvergütung erhalten. Sie beläuft sich auf ca. 500 € pro Monat und wird von unserem Träger und den Kooperationspartnern gestellt. Mehr dazu auf der Seite Duales Studium.