Plexuschirurgie

Verschiedene Unfallmechanismen, wie beispielsweise Sport, Arbeits- und Verkehrsunfälle, insbesondere aber Motorradunfälle können zu einer Verletzung des Armnervengeflechtes führen. Die Verletzungsmuster und -schweregrade einer solchen traumatischen Plexusläsion variieren erheblich.

Im Rahmen der Behandlung einer solchen Plexusverletzung ist die frühzeitige Diagnostik und, wenn erforderlich, chirurgische Behandlung von herausragender prognostischer Bedeutung!

Aus diesem Grunde raten wir zu einer möglichst frühzeitigen (1-2 Monate nach Trauma) ambulanten Untersuchung und Beratung der Betroffenen in unserer Spezialsprechstunde. Für eine Beurteilung und abgeleitet davon, die Entwicklung eines Therapiekonzeptes für diese häufig komplexen Verletzungen, benötigen wir alle medizinischen Unterlagen, die in Zusammenhang mit dem Unfallereignis stehen (Entlassungsbriefe, Röntgenbilder, OP-Berichte, Elektrophysiologie).

Neben der klinischen und elektrophysiologischen Untersuchung spielen bildgebende Verfahren für die Beurteilung einer Verletzung des Armnervengeflechtes eine immer bedeutendere Rolle. Insbesondere durch spezielle kernspintomographische Untersuchungen kann der Schweregrad einer Verletzung des Armnervengeflechtes inzwischen sehr gut abgeschätzt werden. 

Die Behandlung einer Armplexusverletzung erfordert ein interdisziplinäres Netzwerk vieler klinischer Fachdisziplinen. Von besonderer Bedeutung ist die Zusammenarbeit mit den behandelnden Physio-, Ergo- und ggfs. Handtherapeuten der Betroffenen. Auf der Plattform des jährlich stattfindenden Ausbildungskurses periphere Nervenchirurgie konnte die berufsgruppenübergreifende und interdisziplinäre Zusammenarbeit immer weiter ausgebaut werden.

In enger Kooperation ist es unser zentrales Anliegen, für jeden Patienten das individuell optimale funktionelle Ergebnis zu erzielen!