Entzündungen

Entzündungen der Wirbelsäule sind seltene aber schwere und zum Teil lebensbedrohliche Erkrankungen, die über den Blutweg (hämatogen) oder aber z.B. nach einfachen Spritzenbehandlungen an der Wirbelsäule entstehen können. Es sind nicht nur Personen betroffen, die an einer Immunschwäche leiden. Die Erreger solcher Infektionen sind oftmals Bakterien der normalen Hautflora.

  1. Spondylitis und Osteomyelitis
    Bei dieser Erkrankung liegt eine Infektion der Wirbelkörper vor. Am häufigsten sind auch hier bakterielle Erreger verantwortlich. Der Verlauf ist oft chronisch. In seltenen Fällen können auch Viren die Ursache sein. Die Diagnose erfolgt vor allem durch die Kernspintomographie (MRT oder MRI).

  2. Spondylodiszitis
    Greift die Spondylitis auf den Zwischenwirbelraum über und wird die Bandscheibe befallen, spricht man von einer Spondylodiszitis. Typische Symptome einer Spondylodiszitis sind Fieber, Nachtschweiß, Gewichtsverlust und Schmerzen. Bei akuten Verläufen mit Eiteransammlung im Spinalkanal (Empyem) können neurologische Ausfallserscheinungen wie Lähmungen auftreten. Dann ist oft eine Notfalloperation notwendig. Eine große Zahl der Patienten mit einer Spondylodiszitis kann aber ohne Operation erfolgreich behandelt werden.

  3. Meningitis und Arachnitis
    Dies sind sehr seltene Krankheitsbilder im Bereich der Wirbelsäule. Eine Operation ist in der Regel nicht sinnvoll.