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Nerventumore

Tumoren und tumorähnliche Läsionen peripherer Nerven

Tumoren peripherer Nerven sind selten. Sie gehen in der Regel von den Hüllstrukturen eines Nervs aus. Zu den häufigsten zählen sogenannte Schwannome, dabei handelt es sich um gutartige Tumoren, welche mikrochirurgisch in der Regel ohne neurologische Defizite entfernt werden können.

Bildgebende Verfahren, insbesondere eine Kernspintomographie der betroffenen Körperregionen und, soweit zugänglich, die hochaufgelöste Sonographie sind für die Beurteilung und das chirurgische Vorgehen entscheidend. Bei unklarer klinischer und bildgebender Befundkonstellation, insbesondere im Kontext einer bekannten Neurofibromatose ist gegebenenfalls eine weitergehende bildgebende Abklärung erforderlich. In solchen Fällen kann es unter Umständen erforderlich werden, den Befund zunächst durch eine offene Biopsie unter Schonung der Nervenfunktion abzuklären. Dann kann auf Grundlage der feingeweblichen Untersuchung die weitere Behandlungsplanung erfolgen.

Neben den eigentlichen Nerventumoren gibt es eine Reihe von Tumoren (Sarkome, Metastasen, Lipome, Lymphome, etc.) oder tumorähnliche Läsionen (Ganglien, Amyloidose, etc.) die eine enge Lagebeziehung zu einem Nerven aufweisen können.

Bild 1: Schwannom des N. medianus am distalen Oberarm, hier ist bereits das Epineurium eröffnet und man sieht direkt auf den tumorbildenden Faszikel.

Bild 2: Coronares MRT eines männlichen Patienten mit einer Neurofibromatose Typ I. Hier sind beide Oberschenkel mit multiplen Neurofibromen abgebildet, wobei auf der rechten Seite ein großes inhomogenes Areal am N. ischiadicus entstanden ist. Nach Resektion bestätigte sich der Verdacht eines malignen peripheren Nervenscheidentumors.

Bild 3a: Rechter supraclavikulärer Plexus brachialis Anteil. Mit gelben Bändern sind die Anteile des Armnervengeflechtes angeschlungen. Darunter imponiert eine gelbe Masse, welche dem Lipom entspricht.

Bild 3b: Operationssitus nach Ablösung des Lipoms von den Armplexusstrukturen.

Bild 1
Bild 2
Bild 3a
Bild 3b