Therapieabteilung

Physiotherapie

Zum Aufgabengebiet der Physiotherapie gehören die differenzierten Behandlungstechniken der Krankengymnastik (z.B. Behandlungen nach Bobath oder McKenzie, Manuelle Therapie und die „Schmerztherapie“, jedoch auch die Laufband- und Trainingstherapie), sowie die physikalische Therapie mit ihrem breiten Angebot, die Wärme- und Kältetherapie, verschiedene Massagetechniken einschließlich Fußreflexzonentherapie, Lymphdrainage, Reizstromtherapie, Stanger- und Vierzellenbad sowie die Magnetfeldtherapie. Entsprechend der Ausrichtung der Klinik gliedert sich die Abteilung Physiotherapie in die zwei Kompetenzbereiche „Zentralnervensystem“ und „Schmerz“. Die Mitarbeiter/innen der Abteilung sind in allen Kliniken des Bezirkskrankenhauses tätig, 2012 wurde zusätzlich in verstärktem Umfang das gerontopsychiatrische Zentrum der Klinik mitversorgt.

Ergotherapie

Die Ziele der ergotherapeutischen Behandlung sind, Alltagsfertigkeiten, die krankheitsbedingt eingeschränkt oder verloren gegangen sind, neu zu erlernen und situationsbedingt sinnvolle Kompensationsstrategien zu entwickeln. Neben der klassischen Einzeltherapie bieten wir Wasch- und Anziehtraining, Haushalts- und Gedächtnistraining an. Zudem beraten wir Patienten und deren Angehörige bezüglich der häuslichen Weiterversorgung mit geeigneten Hilfsmitteln, der behindertengerechten Gestaltung der Wohnung und bieten Angehörigenanleitungen an.

Logopädie

Die Logopädie dient dazu, krankheitsbedingte Störungen der Sprache, des Sprechens, der Stimme und des Schluckens zu erkennen und durch individuell angepasste Therapie und Rehabilitation zu verbessern. Im Einzelnen werden folgende logopädische Leistungen erbracht:

  • Diagnostik und Therapie von Patienten mit Aphasien, Dysarthrophonien, buccofazialen Apraxien und Sprechapraxien, Schluck-, Stimm- und Redeflussstörungen
  • Intensive Betreuung und Beratung von Angehörigen in Form von Einzelgesprächen
  • Ausführliche Berichte und ggf. Weitervermittlung der Patienten an ambulante logopädische Praxen
  • Je nach Möglichkeit und Bedarf Durchführung von Gruppentherapien
  • Die Logopäden begleiten regelmäßig Patienten bei der endoskopischen Schluckuntersuchung und assistieren den durchführenden Ärzten

Neuropsychologie / Schmerzpsychotherapie

Neuropsychologie
Die Hauptaufgaben der klinischen Neuropsychologie bestehen in der Diagnostik und Therapie von Funktionsausfällen, die durch angeborene oder erworbene Hirnschädigungen hervorgerufen wurden. Neuropsychologische Störungsbilder wie zum Beispiel Aufmerksamkeits-, Gedächtnis- und Wahrnehmungsstörungen wie auch erhaltene kognitive Funktionen werden erfasst  und geeignete Kompensationsstrategien mit den Patienten erarbeitet. Neben spezifischen Trainingsverfahren, die zu einer Verbesserung beeinträchtigter Funktionen beitragen, kommen in der Therapie auch psychotherapeutische Interventionen zur Anwendung, z.B. in der Förderung der Krankheitsbewältigung.

Schmerzpsychotherapie
Das Ziel psychologischer Interventionen bei chronischen Schmerzen besteht darin, in den Prozess der Verarbeitung von Schmerz einzugreifen. Es wird ein ganzheitliches Schmerzverständnis gefördert, das neben körperlichen Komponenten das Verhalten, Gedanken und die emotionale Situation der Betroffenen integriert.

Die Hauptaufgaben der Schmerzpsychotherapie liegen in psychotherapeutischen Gesprächen, der Vermittlung von Informationen zu chronischen Schmerzen, der Erarbeitung von optimalen Bewältigungsstrategien, der Verbesserung der Lebensqualität sowie der Einübung von Entspannungsverfahren (z.B. Progressive Muskelrelaxation nach Jacobson). Zur Verbesserung der Schmerzkontrolle und Förderung des Erlebens von Beeinflussbarkeit des Schmerzes sowie zur Ressourcenaktivierung kommen u. a. Techniken aus der klinischen Hypnotherapie zur Anwendung. Die o. g. Ziele werden in Einzelbehandlungen sowie Gruppentherapien verfolgt.

Sozialdienst

Der Sozialdienst ist Ansprechpartner für Patienten, Angehörige und Ärzte in allen Fragen der Entlass- und Perspektiveplanung. Den Patienten und deren Angehörigen werden fundierte Hilfsangebote für die weitere Lebensplanung angeboten. Dadurch sollen die Betroffenen befähigt werden, sich Dienste und soziale Netzwerke zu erschließen und zu nutzen, um eine bessere Lebensqualität zu erreichen.