Diagnostik / Therapiemöglichkeiten

Im Zentrum der Behandlung steht immer der einzelne Patient mit seinen Symptomen, Beschwerden und Einschränkungen, seinen Wünschen und Bedürfnissen, an denen sich das gesamte Behandlungsteam individuell orientiert. Wesentlich in der Behandlung und Therapie ist es, die zugrunde liegende Erkrankung zu heilen oder zu lindern, krankheitsbedingte Einschränkungen zu verbessern oder dem Patienten zu helfen, trotz seiner krankheitsbedingten Einschränkungen eine höchstmögliche Lebensqualität zu erhalten bzw. zu erlangen.

Vor dem Beginn einer gezielten Therapie steht eine sorgfältige Diagnostik. Unsere diagnostischen Möglichkeiten umfassen alle wichtigen modernen Verfahren neuropsychiatrischer und psychosomatischer Diagnostik wie z.B. Laboruntersuchungen inkl. therapeutisches Drug-Monitoring (Medikamentenspiegel), Röntgendiagnostik einschl. Computertomographie, Kernspintomographie, EEG, EKG, psychologische Testverfahren.

Konsiliarische Untersuchungen erfolgen häufig, aber immer nur nach Bedarf des Einzelfalles, durch Ärzte anderer Fachrichtungen bevorzugt in den Nachbarkliniken des BKH Günzburg (z.B. Neurochirurgie, Neurologie) und der Kreiskliniken Günzburg/Krumbach (internistisch, chirurgisch,  urologisch, HNO-ärztlich, orthopädisch, dermatologisch) und des Universitätsklinikums Ulm. Es werden interdisziplinäre Fallkonferenzen mit Patientenvorstellungen in Zusammenarbeit mit dem Kreiskrankenhaus Günzburg durchgeführt.

Nach sorgfältiger Untersuchung und Erfassung des ganzheitlichen Befindens des Patienten unter Berücksichtigung seiner Ressourcen werden im Rahmen der Therapieplanung individuell abgestimmte Therapieziele entwickelt. Je nach im Vordergrund stehender Problematik können folgende Therapieverfahren kombiniert werden:

  • Ärztliche und psychologische Gespräche
  • Psychotherapie (Verhaltenstherapie, tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie im Einzelgesprächssetting, Soziotherapie)
  • Medikamentöse Therapie
  • Wach- und Lichttherapie
  • Schmerztherapie
  • Übende Verfahren
  • Elektrokonvulsionstherapie
  • repetitive transkranielle Magnetstimulation (rTMS)
  • Psychoedukation
  • Körpertherapien, wie z.B. Physiotherapie und Entspannungsverfahren
  • Verschiedenartige Gruppentherapien, einschl. Depressions-, Angst- und Märchengruppe
  • Ergotherapie
  • Kunsttherapie
  • Musiktherapie
  • Patientenbühne
  • Sport- und Bewegungstherapie
  • Genussgruppe
  • Aromatherapie
  • Gedächtnistraining
  • Kognitives Training
  • Arbeitstherapie im Arbeitstrainingszentrum (ATZ)
  • Psychosoziale Angebote durch Sozialpädagogen
  • Soziales Kompetenztraining
  • Aktivierung und Strukturierung des Tagesablaufes
  • Betreuung und Beratung durch den Sozialdienst (in den Bereichen Arbeit, Wohnung, Finanzen, Behörden)
  • Einbeziehung und Unterstützung von Angehörigen (durch Einzelgespräche, Angehörigengruppe)
  • Unterstützung der Selbsthilfe
  • Achtsamkeitstraining