Psychiatrische Institutsambulanz (PIA)

Die Psychiatrische Institutsambulanz erfüllt einen spezifischen Versorgungsauftrag für psychisch kranke Menschen, die wegen der Art, Schwere oder Dauer ihrer Erkrankung eines solchen besonderen, krankenhausnahen Versorgungsangebotes bedürfen. Eine zentrale Aufgabe der PIA besteht darin, Krankenhausaufnahmen zu vermeiden, stationäre Behandlungszeiten zu verkürzen und Behandlungsabläufe zu optimieren, um dadurch letztlich die soziale Integration der Kranken zu stabilisieren.

Hierzu gehört auch die Einleitung gezielter therapeutischer Maßnahmen in Wohnortnähe. Das Instrument für die Erreichung dieser Ziele ist die Gewährleistung der Behandlungskontinuität.

Der Behandlung in der PIA bedürfen in der Regel Personen, bei denen einerseits in der Regel langfristige, kontinuierliche Behandlung medizinisch notwendig ist und andererseits mangelndes Krankheitsgefühl und/oder mangelnde Krankheitseinsicht und/oder mangelnde Impulskontrolle der Wahrnehmung dieser kontinuierlichen Behandlung entgegenstehen.

Rasche Diagnostik- und Behandlungsmöglichkeiten für erwachsene Menschen mit Erkrankungen aus dem gesamten Spektrum psychischer Krankheiten werden geboten:

  • Depressive Erkrankungen / bipolare affektive Störungen
  • Psychosen aus dem schizophrenen Formenkreis
  • Lebenskrisen in Konfliktsituationen
  • Psychische Probleme bei körperlichen Erkrankungen
  • Angst-, Zwangserkrankungen, schwere Persönlichkeitsstörungen
  • Dementielle Erkrankungen und andere organische psychische Störungen
  • Abhängigkeitserkrankungen

Der Zugang zur Institutsambulanz erfolgt in der Regel auf dem Wege der Überweisung durch Fachkrankenhäuser, psychiatrische Abteilungen oder niedergelassene Vertragsärzte.

Die Anmeldung erfolgt telefonisch unter 08221 96-22700.

Unsere Sprechzeiten:
Montag bis Freitag:        09.00 bis 12.00 Uhr,
Montag bis Donnerstag: 14.00 bis 17.00 Uhr,
Abendsprechstunden nach Vereinbarung.

Außerhalb der Sprechzeiten wird die ambulante Versorgung durch die diensthabenden Ärzte sichergestellt.

Der klar strukturierte, hochfunktionelle Neubau der Psychiatrischen Institutsambulanz trägt die Hausnummer 27. Schräg gegenüber befindet sich das Diagnostikgebäude Haus 22, in dem die notwendige apparative Zusatzdiagnostik durchgeführt wird. Auf dem Campus in der Nähe angesiedelt sind die psychiatrischen Aufnahmestationen, die Kliniken für Neurologie und Neurochirurgie, sowie die Kreiskliniken Günzburg - Krumbach.
Der Stadtbus hält in unmittelbarer Nähe der PIA.

Im Zentrum der Behandlung steht der einzelne Patient mit seinen Wünschen und Bedürfnissen. An diesen orientieren sich die Fachärzte, Fachpflegekräfte, Psychologen, Sozialarbeiter und Sekretariatsmitarbeiter individuell und stehen für Notfallbehandlungen und Kriseninterventionen zur Verfügung.

Es besteht eine enge Verzahnung mit dem Mobilen Krisenteam (Home Treatment), das bei psychisch kranken Menschen, die eine Krankenhausbehandlung benötigen, interveniert und eine akute Behandlungsmöglichkeit in der häuslichen Umgebung schafft.

Grundsätzliches Ziel des multiprofessionellen Behandlungsteams „Hand in Hand geht’s leichter“ ist es, die Eigenverantwortlichkeit und Selbständigkeit der Patienten zu erhalten und zu fördern, ihnen Hilfe im Umgang mit ihrer Krankheit zu geben und ihnen ein zufriedenes Leben in ihrer gewohnten Umgebung zu ermöglichen und die Angehörigen zu entlasten.

Das Leistungsangebot der Ambulanz umfasst als Komplexleistung das gesamte Spektrum psychiatrisch-psychotherapeutischer Diagnostik und Therapie entsprechend dem allgemein anerkannten Stand der Wissenschaft.

Für alle Berufsgruppen des multiprofessionellen Behandlungsteams ist sichergestellt, dass sehr gut ausgebildete, in der ambulanten Arbeit besonders erfahrene Mitarbeiter zur Behandlung zur Verfügung stehen.

Nach sorgfältiger Untersuchung des Patienten werden unter Berücksichtigung seiner Ressourcen im Rahmen der Therapieplanung individuell abgestimmte Therapieziele entwickelt und Schritt für Schritt umgesetzt.

Ein vorwiegend vom Pflegeteam getragenes Hausbesuchsprogramm stellt einen wichtigen Therapiebaustein dar.

Spezialsprechstunden (z.B. Demenzsprechstunde, Suchtkrankenbehandlung) werden durchgeführt. Alle Diagnostikmöglichkeiten eines großen neuropsychiatrischen Zentrums werden vorgehalten.

Wir verfolgen einen multimodalen Therapieansatz, der auf den Patienten individuell abgestimmt ist. Folgende Behandlungsangebote kommen zum Einsatz:

  • Notfallbehandlung und Krisenintervention
  • Demenzsprechstunde
  • Ambulante Suchtkrankenbehandlung
  • Gesprächstherapie
  • Spezielle Psychotherapie: Verhaltenstherapie / Tiefenpsychologie
  • Beziehungsarbeit
  • Psychosoziale Angebote durch Sozialpädagogen
  • Psychopharmakotherapie
  • Hausbesuche
  • Angehörigenberatung
  • Pflegesprechstunde
  • Analyse von Handicaps und Ressourcen
  • Anleitung, Hilfe und Unterstützung bei der Bewältigung von Alltagsproblemen
  • Lichttherapie

Selbstverständlicher Teil der Arbeit ist die Durchführung von Gruppentherapien:

  • Psychoedukation
  • Mentales Aktivierungstraining
  • Depressionsgruppe
  • Abhängigkeitsgruppe
  • Autogenes Training
  • Kognitives Training
  • Muskelentspannung nach Jacobsen
  • Ergotherapie / Kunsttherapie / Musiktherapie / Arbeitstherapie
  • Bewegungstherapie / Schwimmgruppe
  • Aktivitätstraining / Ernährungs- und Bewegungsgruppe
  • Soziales Kompetenztraining
  • Telepflege

Informationen über die Psychiatrische Institutsambulanz können Sie sich hier als Flyer herunterladen.

An den Behandlungsangeboten und Gruppentherapien können alle in der Psychiatrischen Institutsambulanz (PIA) behandelten Personen nach Rücksprache mit dem behandelnden PIA-Facharzt teilnehmen.
Die Aktivitäten werden monatlich bekannt gegeben. Folgend besteht die Möglichkeit die Gruppenangebote der Institutsambulanz für die Monate November 2017 und Dezember 2017 herunterzuladen.
Außerdem findet am 13.12.2017 eine Weihnachtsfeier für Patienten statt.