
Abhängigkeits-
erkrankungen
Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie
und Psychosomatik
Bezirkskrankenhaus Günzburg
Ludwig-Heilmeyer-
Straße 2
89312 Günzburg
Telefon: 08221 / 96 - 2720
Fax: 08221 / 96 - 2735
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Abhängigkeitserkrankungen
Diagnostik / Therapie
Wesentlich in der Behandlung von Menschen mit Abhängigkeitserkrankungen ist es, den Betroffenen einen
anderen Umgang mit Abhängigkeit erzeugenden Substanzen zu vermitteln, wobei das Ziel der Abstinenz
nicht immer erreichbar ist. Häufig geht es auch darum, trotz der krankheitsbedingten Einschränkungen eine
höchstmögliche Lebensqualität zu erhalten, bzw. zu erlangen.
In unserer diagnostischen Arbeit ist uns neben der Beschreibung und Einordnung der vorliegenden Suchterkrankung das Erkennen zugrunde liegender Risikofaktoren und von Begleit- und Folgeerkrankungen ein wichtiges Anliegen.
Folgende diagnostische Möglichkeiten stehen neben den ärztlichen Untersuchungen zur Verfügung:
Laboruntersuchungen, Röntgendiagnostik einschließlich der cerebralen Computertomographie, Kernspintomographie, EEG, EKG, psychologische Testverfahren.
Insbesondere bei den Suchtfolgeerkrankungen besteht die Möglichkeit der konsiliarischen Diagnostik und Zusammenarbeit mit der neurologischen Klinik im Haus und dem benachbarten Kreiskrankenhaus.
Therapieziel unseres Behandlungsteams ist es, die oft komplexe Situation, die Abhängigkeit und die jeweils unterschiedliche Krankheitsphase des Patienten inhaltlich zu erkennen, individuell zu behandeln und den Patienten in der Erreichung seiner weiteren Lebensziele voranzubringen.
Die individuellen Ziele stellen sich häufig sehr unterschiedlich dar. Sie spannen sich vom Erreichen einer dauerhaften Abstinenz nach kurzfristiger Abhängigkeitsphase einerseits bis zur Sicherung des Überlebens andererseits. Häufig wird nur eine Reduzierung der Dosis oder Beigebrauchsentgiftung angestrebt, oder es geht um Bearbeitung von Rückfallsituationen nach langjähriger Abstinenz. Es ist uns wichtig, gemeinsam mit dem Patienten ein Therapieziel zu erarbeiten und ihn wenn möglich zur Abstinenz zu motivieren. Der Patient soll bei seinem hiesigen Aufenthalt auf ein Netz von Informationen, Gruppenarbeit aller Art und helfenden Beziehungen mit Mitgliedern aller Berufsgruppen treffen, die es ihm ermöglichen, seine Situation im positiven
Sinne zu klären.