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Die Geschichte des Bezirkskrankenhauses Günzburg
- Psychiatrie -

1915 Eröffnung der Heil- und Pflegeanstalt mit 12 männlichen Patienten aus der Heil- und Pflegeanstalt Kaufbeuren
1923 Anerkennung als Krankenpflegeschule
1934 - Beginn der Zwangssterilisationen in Günzburg
- Beginn der erbbiologischen Kartierung der Patienten
1936 Ein eigener Arzt wird für die erbbiologische Kartierung eingestellt
1938 Im Apothekenlabor der Anstalt wird mit finanzieller Unterstützung der IG Farben ein „Stoffwechsellabor“ unter der Leitung des Chemikers Dr. Arno Grosse eingerichtet.
Es werden Humanexperimente zur Epilepsieforschung durchgeführt.
1938 Nach dem Tod von Direktor Dr. Roderich Mayr (9/1937) übernimmt (10/1938) Dr. Albert Sighart die Leitung der Anstalt. Dr. Sighart bleibt ärztlicher Direktor bis 5/1952
1939 Für 09/1939 ist die erste planmäßige Krankenverlegung aus anderen Anstalten nach Günzburg zur Weiterverlegung in Tötungsanstalten dokumentiert. Damit nimmt die „Aktion T4“ in Günzburg ihren Lauf.
1940 Mit 692 belegten Betten hatte die Klinik die damalige Kapazität erreicht.
1943 Die Anstalt wird (11/1943) vom Krankenhaus Augsburg als Ausweichkrankenhaus verwendet. Zuerst wird das Haus 28 dem Krankenhaus Augsburg überlassen. nachdem die Patienten der Heil- und Pflegeanstalt Günzburg an der Jahreswende 1943/44 in die Anstalt Kaufbeuren verlegt worden waren, wurde die gesamte Kapazität Günzburgs vom Krankenhaus Augsburg zur Patientenversorgung in An-spruch genommen.
1945 Bombardierungen mit Sachschäden, Personen wurden nicht verletzt.
1964 Umbenennung der bisherigen Heil- und Pflegeanstalt in Nervenkrankenhaus des Bezirks Schwaben; die durchschnittliche Patientenbelegung liegt bei ca. 1000 Patienten
1970 Eröffnung der Neurologischen Abteilung am Nervenkrankenhaus Günzburg
1971 Eröffnung der Neurochirurgischen Abteilung (heute Klinik für Neurochirurgie der Universität Ulm). Damit waren am Nervenkrankenhaus Günzburg alle Disziplinen der Nervenheilkunde auf einem Gelände vereint. Dies war zu diesem Zeitpunkt einmalig in Deutschland.
1974 Anbindung der Psychiatrischen Klinik an die Universität Ulm
(heute: Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik – Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie II der Universität Ulm
1976 Umbenennung des Nervenkrankenhauses in Bezirkskrankenhaus –Fachkrankenhaus für Psychiatrie, Neurologie und Neurochirurgie- Akademisches Krankenhaus für die Universität Ulm
1985   Eröffnung des neuen Grundversorgungskrankenhauses des Landkreises und des gemeinsamen Versorgungszentrums auf dem Areal des Bezirkskrankenhauses („Günzburger Modell“) 
1992   Thure von Uexküll – Preis für herausragende Leistungen in der Ausbildung von Medizinstudenten 
1996   Professor Dr. Schüttler, Ltd. Ärztlicher Direktor des Bezirkskrankenhauses Günzburg, erhält den Kurt Schneider-Forschungspreis 
1997 Der therapeutische Wohnbereich des BKH Günzburg erhält Heimstatus.
Jetzt: Psychiatrisches Pflegeheim am Bezirkskrankenhaus Günzburg  
2001 Eröffnung der Abteilung für Psychiatrie u. Psychotherapie an der Donau-Ries-Klinik in Donauwörth  
2002 Eigenständiger Status der Klinik für Forensische Psychiatrie und Psychotherapie  
11/2004 Feierliche Einweihung des Mahnmals zur Erinnerung der Opfer der Euthanasie-Aktionen unter der Herrschaft der Nationalsozialisten in einem ökumenischen Gottesdienst 
2005 90-Jahr-Feier am 18. September mit einer Retrospektive zur Entwicklung des BKH  
2007   Die Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik am BKH Günzburg ist für die psychiatrisch-psychotherapeutische Versorgung der Einwohner Nord- und Mittelschwaben (671.000 Einwohner) zuständig. Sie verfügt über 332 Plan-betten, tagesklinische Plätze, eine psychiatrische Ambulanz sowie über ein mobi-les Krisenteam (Home Treatment Team). 
1982 –2003   Bauliche Sanierung und differentielle Strukturierung der Gesamtklinik in überschaubare, teils chefärztlich geführte therapeutische Abteilungen.
Umbenennung der Psychiatrischen Klinik in Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik.
Errichtung einer psychiatrischen Institutsambulanz.
Trennung von Behandlungs- und Heimbereich.
Errichtung eines Arbeitstrainingszentrums.
Weiterbildungsstätte Fachpflege Psychiatrie.

Stand 6/2007

 

 

© 2007 Bezirkskrankenhaus Günzburg
letzte Aktualisierung: 12.11.2007